Jeder hat das Recht auf Freude

Meine Tochter ist sehr traurig. Sie leidet und auf die Gründe will ich gar nicht näher eingehen. Morgen gebe ich ein Seminar. Ich habe ihr angeboten mitzukommen, weil ich weiss, wie gut auch ihr das Zusammensein mit den Pferden tut, und das Sein in der Natur. Sie hat also die Wahl. Die eine Möglichkeit ist, hier zu bleiben und zu hoffen, dass sich etwas von Aussen verändert, das ihr Leiden beendet. Die andere Möglichkeit ist, mitzukommen, schon auch ihren Schmerz zu erlauben, allerdings die Hoffnung aufzugeben, welche Stagnation bedeutet … und gleichzeitig, das zu tun, was ihr Freude macht. Sie hat die zweite Möglichkeit gewählt. Sie hat sich entschieden, trotz des Schmerzes, der Freude einen Raum zu öffnen.

Wie ein Mantra hallte dann die ganze Zeit der Satz in mir: „Jeder Mensch hat das Recht auf Freude!“ Ja, ich muss mir das tatsächlich auch immer wieder „vorbeten“. Denn meine inneren Programme sagen da etwas ganz anderes. Doch das ist tatsächlich ein Grundrecht, ein Geburtsrecht! Es kam mir dann der Gedanke, mich zu fragen, welches Grundgesetz man den Menschen „verordnen“ müsste, damit sie Leiden und Krankheit, Zerstörung und Selbstzerstörung, Schuld und Anklage, Unwissenheit und Unbewusstheit, Missbrauch und Selbstmissbrauch, Stagnation und Einsamkeit, Egoismus und Lebenslügen beenden würden.

Um ausserhalb meiner menschlichen Programmierungen denken zu können, fragte ich mich, was würde ein Pferd dazu sagen – ein weises Pferd, ein mit den Menschen erfahrenes Pferd. Nicht unbedingt das Leittier, sondern der Schamane, die Heilerin.

Hier sind diese Grundrechte, das Grundgesetz des Lebens, das, was Tiere und Pflanzen wissen, (erwachsene) Menschen jedoch vergessen haben:

  • Jeder hat das Recht auf Freude.
  • Jeder hat das Recht auf Wissen, Wahrheit.
  • Jeder hat das Recht auf Achtung und Selbstachtung, Liebe und Selbstliebe.
  • Jeder hat das Recht auf Emotion und Mitgefühl.
  • Jeder hat das Recht der Wahrnehmung der Verbundenheit – mit allem was ist.
  • Nicht alle sind gleich. Sie sind verschieden, in ihrem Wesen einzigartig und doch wandelbar und ergänzen sich zum einem vollkommenen schöpferischen Ganzen.
  • Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seines Wesens, über seine Persönlichkeit hinaus.
  • Jeder hat das Recht auf Kreativität und Schöpfung.
  • Jeder hat das Recht das zu tun, was seinen Fähigkeiten entspricht und damit seinem  Beitrag zum Wohl des Ganzen zu leisten.
  • Jeder hat das Recht, den Platz in der Gemeinschaft einzunehmen, der ihm wirklich entspricht.
  • Jeder übernimmt die volle Verantwortung für sein Sein, Denken und Handeln.
  • Jeder hat das Recht auf Bewegung und einen vollständigen Atem.
  • Jeder hat das Recht auf Gesundheit, Grösse.
  • Jeder hat das Recht der zu sein, der er wirklich ist.
  • Jeder hat das Recht zu wissen, wozu er auf dieser Erde ist.
  • Jeder hat das Recht, (seine) Göttlichkeit zu erfahren ohne die Vermittlung von Religionen, direkt und unmittelbar.

… Denn dies alles ist das LEBEN

 

Diese Rechte sollten sogar oberste Pflichten sein, damit die Menschen und dieser Planet auf dem sie leben, endlich wieder gedeihen können. Auch ich suche beständig den Punkt in mir, an dem ich die tiefe Entscheidung FÜR diese Grundrechte und FÜR das Leben treffen kann. Um die Wahrheit zu bekennen: wirklich dauerhaft und wahrhaftig ist auch mir das selbst noch nicht gelungen – sehr tief sind die kulturellen Programmierungen, die Verhaltensmuster, Gewohnheiten und Glaubenssätze. Und Menschen programmieren sich auch beständig gegenseitig – in Familien, freundschaftlichen Beziehungen, Firmen, selbst auf der Strasse, eben überall dort, wo Menschen zusammenkommen. Sie unterstützen sich leider (noch) darin, die Gewohnheiten beizubehalten, die Kleinheit, das Leiden, die Opferhaltung.

Deshalb suche ich zunehmend die Gegenwart von Pferden oder der Natur, die solche Programmierungen nicht leben. Ich wäre froh, zunehmend Menschen zu treffen, die wirkliches Wachstum und inneres Wissen suchen, damit wir uns darin unterstützen können – damit Wissen und Bewusstheit, Freude und Glück, Erfüllung und kreative Ent-Wicklung die Norm werden können.

 

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2 Antworten auf “Jeder hat das Recht auf Freude”

  1. Hallo Du

    ich weiss nicht ob du mich noch kennst,ich war öfters bei Andrew und daher kenne ich dich. Ich wollte dir nur mal sagen ,dass deine texte mich im herzen berühren.

    danke

    Veronika

    1. Hallo liebe Veronika, klar kann ich mich an Dich erinnern! Es freut mich wirklich sehr auf diesem Weg von Dir zu hören und ich danke Dir von Herzen für Dein Feedback 🙂 Danke Patricia

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