Die Zukunft: Miteinander, Wissen und Empathie

Auf der Seite der „Erklärung von Bern“ (EvB), einer unabhängigen entwicklungspolitischen Organisation, die sich für globale Gerechtigkeit einsetzt, findet sich der Bericht von Adulhalim Demir, ein ehemaligen Sandstrahler aus der Türkei, aus dem ich einen kurzen Passus zitiere: „Bei ihm wurde Silikose diagnostiziert, […] er starb kurze Zeit nach der Diagnose. Ich wurde später auch mit Silikose diagnostiziert. Wir waren eine Gruppe von ehemaligen Sandstrahlern mit den gleichen Beschwerden. Ich erinnere mich, dass wir 157 Männer waren. Bei 145 davon wurde Silikose festgestellt […] Meine Krankheit hat sich in 46 Prozent meiner Lunge ausgebreitet. Ich kann keine körperlichen Arbeiten verrichten, nicht rennen oder klettern. Wenn ich mich erkälte, wird es sehr gefährlich für mich. Ich werde permanent kurzatmig und kann nicht sprechen […] Ich habe drei Kinder, 10, 7 und 6 Jahre alt. Es ist sehr schmerzlich, dass ich nicht arbeite und normal verdienen kann. Ich verdränge diese Gedanken. Ich versuche, positiv zu denken und hoffe, dass die Krankheit nicht weiter fortschreitet.“

145 von 157 krank oder tot – in nur einem Betrieb! Ein Beitrag des Deutschen Fernsehens berichet über einen zweifelhaften Modetrend: Weiterlesen „Die Zukunft: Miteinander, Wissen und Empathie“

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Träum was Schönes … und mach es wahr!

In einem Jahresbrief, den eine alte Freundin jedes Jahr verschickt, schaut sie auf das vergangene Jahr zurück und schreibt auch über ihre Absichten für das neue Jahr. Nun hat sie sich für dieses Jahr unter anderem vorgenommen: „In der Zukunft will ich dankbar sein für meine bessere Selbstkontrolle bezüglich Tagträumereien und für meine bessere Selbststrukturierung, …“ Irgendwas hat mich daran traurig gemacht, aber ich bin dem nicht weiter nachgegangen. Allerdings habe ich auch nicht geantwortet auf ihre Mail, hatte diffuse innere Widerstände. … Bis heute.

Als ich, wie jeden Tag, die unbeantwortete Mail in meinem Posteingang sah, war das Gefühl heute: antworten! Also begann ich zu schreiben und bestärkte mit meinen Wünschen ihre eigenen Wünsche, die sie im Jahresbrief formuliert hatte. Nur bei dem Thema mit den Tagträumen regte sich erneut Widerstand in mir und so schrieb ich wahrheitsgemäss: „Dass Du Dir vorgenommen hast, das Tagträumen zu lassen, möchte ich mit meinen guten Wünschen nicht unterstützen. Ich finde es gut und – mehr sogar, wichtig – Träume zu haben … solange sie nicht dazu dienen, vor der Realität abzuhauen, sondern die Realität zu verändern.Weiterlesen „Träum was Schönes … und mach es wahr!“