Die Fülle ist schon da … für ALLE

Das Essen, das wir allein in Europa wegwerfen,

würde gleich zweimal reichen

für alle Hungernden dieser Welt.

Am 08.09.2011 kam ein Film „Taste the Waste“ in unsere Kinos, den jede/r sehen sollte:


„Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll! Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht“

Dass viele Lebensmittel auf dem Müll landen, ist wohl jedem/jeder bewusst. In welch gigantischem Ausmass das geschieht, ging mir spätestens auf, als ich als Aushilfe für einige Zeit im Lebensmittelbereich eines Supermarktes gearbeitet habe. Es schmerzte mich zum Beispiel, jeden Abend noch warmes Brot in den Müll werfen zu müssen, nur weil wir das Kernsortiment bis Landenschluss vorhalten mussten. Die Kunden wollen das auch so – nicht nur angeblich. Es gibt tatsächlich Beschwerden, wenn „das ganz spezielle eine Brot“ zehn Minuten vor Ladenschluss nicht mehr im Regal liegt. Nebenan wurde jeden Abende der Fisch auf den Müll geworfen (er kommt ja jeden Morgen frisch). In den anderen Abteilungen sieht es nicht anders aus.

Die Welt braucht ein Umdenken (und „Umhandeln“), wenn wir nicht weiter auf den globalen Kollaps zusteuern wollen.

Für die gigantische Verschwendung an Lebensmittelen gibt es vielfältige Gründe, wie EU-Normen, der Anspruch, dass alles perfekt aussehen muss, das Marketinginstrument „Warendruck“ (dem Verbraucher Fülle suggerieren, weil das die Kaufbereitschaft erhöht), das Mindesthaltbarkeitsdatum und letzten Endes uns selbst. Wir denken meistens nicht darüber nach, welche Folgen unser eigenes Verbraucherverhalten hat. Wir sind uns selten darüber bewusst, wie wir durch unser eigenes Verhalten direkt Einfluss nehmen können.

Neben dem Film „Taste the Waste“ ist inzwischen Einiges in Bewegung zu diesem Thema.

Es gibt immer mehr „Mülltaucher“, die Lebensmittel aus dem Abfall der Supermärkte fischen – nicht aus Mangel, sondern aus Überzeugung.

Es gibt zum Beispiel Aktionen wie diese: Taste the Waste – Anstehen um Müll zu essen am Mainzer Gutenbergplatz: „…niemand von uns hat mit dem Andrang gerechnet. 4000 Essen, zubereitet von 5 Köchen und ein hoch motiviertes Helferteam…“

.

Bemerkenswert finde ich die Aussagen von:

Michael Gerling (Bundesverband Deutscher Lebensmittelhandel) über die Intention im Lebensmittehandel: „Wenn wir mal historisch ein bisschen zurückblicken, in die 60er-Jahre vielleicht, da hatten wir ein Versorgungsproblem. Da mussten wir hungrige Menschen satt machen – Heute leben wir ja um Überfluss und wir müssen satte Menschen hungrig machen. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe für uns. …..“ … Das ist nicht einmal zynisch gemeint und doch ist es Zynismus pur, wenn man weiss, wieviele Menschen täglich Hunger leiden – überall auf der Welt.

oder Stephan Grünewald (Psychologe und Marktforscher aus Köln) zum Thema Mindesthaltbarkeitsdatum: „Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist so eine Gewissensentlastung. Ich hab‘ dann auch die Berechtigung, Nahrungsmittel wegzuschmeissen, obwohl in der dritten Welt Kinder hungern. Ich tu das im Dienste der Gesundheit. Dann kann ich aber wieder von vorne anfangen, das ist das Tolle. Wenn ich reinen Tisch gemacht habe bzw. reinen Kühlschrank, dann kann ich wieder mit Freude in den Supermarkt laufen und in dieser ganzen Vielfalt schwelgen und wieder neue Produkte herankarren.“ … Viele glauben es gehe um ihre Gesundheit. Doch garantiert das Datum lediglich spezielle Eigenschaften (z.B. cremige Konsistenz eines Joghurts). Ob nun bewusst oder unbewusst, ob nun wissend oder aufgrund von Manipulation … es führt zu einer unglaublichen Verschwendung.

Der ganz Beitrag ist zu sehen hier:

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Darüber hinaus hat dies Verschwendung natürlich auch Folgen für unsere Umwelt, die Qualität der produzierten Lebensmittel und das Weltklima!

Und es gibt noch viel, viel mehr Entdeckenwertes, Nachdenkenswertes, Umsetzbares …

Es ist nicht mein Anliegen, umfassend über das Thema zu informieren, sondern einen Anstoss zu geben und zu ermutigen… hinzuschauen, hinzuhören, mitzureden, zu handeln, Verantwortung zu übernehmen, Anteil zu nehmen mitzuwirken …

… mit dem Ziel, dass wir alle zusammen ein Paradies der Fülle auf Erden verwirklichen!

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