Kommunikation auf Herzebene

Auf Facebook ist mir ein wunderbares und berührendes Video begegnet, das auf sehr eindrückliche Weise zeigt, wie einfühlsam und achtsam Pferde sind, wie sie uns lesen, uns in die Seele blicken, wahrhaftige Begegnung suchen … ganz ohne Worte. Weiterlesen „Kommunikation auf Herzebene“

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(Gem)einsam

In den letzten Tage sind in mir zwei Gefühle sehr präsent: Einsamkeit und gleichzeitig meine Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach echter, wirklicher Gemeinschaft, wie sie mir unter Menschen selten begegnet und unter Pferden so selbstverständlich ist.

Wer fühlt sich nicht bisweilen einsam, alleine, abgeschnitten? Abgeschnitten von allem und auch von sich selbst? Wen machen nicht oft Ängste klein und eng und rufen auf zum Kampf? Also was tun? Wie damit umgehen? Weiterlesen „(Gem)einsam“

Stärken stärken

Erst mal … viel Vegnügen mit Eckart von Hirschhausen

Also:

  • seien wir uns bewusst, dass es Pinguine UND Giraffen gibt … Pferde und noch Vieles mehr,
  • lassen wir einfach das Be- und Verurteilen
  • gehen wir weiter, einen Schritt nach dem anderen
  • finden wir heraus, wer wir sind und
  • welche Umstände wir brauchen

Wir begleiten Sie gerne beim Finden Ihres Pinguins und Ihres Elements.

Zeitbomben

Gestern war ich in einem Kaufhaus, als plötzlich ein Kind anfing zu schreien wie am Spiess. Es ging mit so durch Mark und Bein, dass ich dem Schreien folgte. Da stand eine Mutter mit einem kleinen Kind in einem Buggy und einem weiteren etwa fünfjährigen Mädchen in einem weiteren Buggy. Das Mädchen war angeschnallt im Buggy, bäumte sich auf und schrie verzweifelt. Sie wollte raus aus diesem Festgehaltenwerden und ich spürte ihre Verzweiflung und ihre Ohnmacht so sehr, dass es mir schier das Herz zerriss. Die Tränen liefen über ihr gerötetes Gesicht und sie brüllte als werde sie gefoltert. Nun, gefesselt zu sein ist ja auch eine Art Folter.

Ich spürte auch die Mutter. Auch sie war verzweifelt, wusste nicht, was sie tun sollte. Sie schrie auch – aber nur innerlich. Äusserlich war sie ganz cool. Es war ihr unangenehm, weil viele Leute schauten und stehenblieben. Die Leute straften sie mit Blicken für ihr „Versagen“ als Mutter, dass sie ihr Kind nicht im „Griff“ habe. Es fielen Sätze wie: „Das reicht aber jetzt!“, „Das hätte es früher nicht gegeben!“, „Unmöglich so was!“. Von all ihren Gefühlen zeigt die Mutter im Gegensatz zu ihrer Tochter nichts. Sie versteckte alles hinter einer unbeweglichen Maske, war wie erstarrt. Weiterlesen „Zeitbomben“

Die Weisheit der Kinder – 2

Gestern habe ich über die Eskalation der Ölkatastrophen geschrieben. Wie wir Menschen damit umgehen, mutet teils diletantisch, teils einfach ignorant an. Wir brauchen dringen Lösungen! Lösungen, die die Zerstörung unseres Planeten stoppen. Lösungen, die nachhaltig und gesund sind. Ich habe gestern auch einen Text von Renate Schönleber zitiert, der mich sehr bewegt hat und das auch immer noch tut. Er wirkte nach und erinnerte mich an das Grimm-Märchen „Der süsse Brei“. Und damit war ich wieder bei einem Thema, das mich auch sehr bewegt: Die Weisheit der Kinder, über die ich bereits geschrieben habe: https://philali.wordpress.com/2010/07/20/was-tun-menschen-blos/ Vielleicht sollten wir unsere Kinder nach Lösungen fragen?!

Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Weiterlesen „Die Weisheit der Kinder – 2“

Was tun Menschen blos?

Schon wieder eine Ölpest, diesmal in China. Der Tagesanzeiger spricht von der «möglicherweise grössten Öl-Katastrophe in der Geschichte Chinas». Im Golf von Mexiko scheint es schon wieder ein neues Leck zu geben und BP riskiert die nächste Tiefenbohrung vor der libyschen Küste, wie in der Zeit zu lesen ist. Der wahnsinnige Run geht weiter. Die FAZ berichtet, dass China immer aggressiver nach Öl und Gas sucht und die TAZ schreibt über das Gerangel nach Profit ohne Rücksicht auf Verluste, das auch in Afrika im Gange ist. Derweil gibt es jede Menge vergessene Öl-Lecks, die munter vor sich hinsprudeln. Der Spiegel berichtet: „Um die Folgen dieser chronischen Umweltvergiftung zu besichtigen, müsse man nicht erst nach Westafrika in das berühmt-berüchtigte Nigerdelta fahren, wo auslaufendes Öl seit Jahrzehnten das einst fruchtbare Land zerstört. Im kanadischen Alberta, wo sämtliche Big Player der Ölindustrie aktiv sind, sind durch den Abbau der Ölsande riesige Giftseen und tote Flächen entstanden. In Westsibirien laufen jährlich laut Schätzungen von Umweltorganisationen mehr als 600.000 Barrel Öl aus dem maroden Pipeline-Netz aus,..“

Die Leidtragenden sind die Erde, die an allen Ecken ausgebeutet wird, das Meer und seine Bewohner, die Menschen, die in den verseuchten Gebieten leben und letzten Endes wir alle, denn Alles hängt mit Allem zusammen – energetisch und auch ganz materiell. Wer hätte noch nie von der Nahrungskette gehört? Wer wüsste nicht, dass das Sterben der Ozeane unabsehbare Folgen hat? Wer habe nichts gehört von den Flüchtlingsströmen der Menschen aus Afrika oder Südamerika, die ihre Heimat verlassen müssen, unter Anderem weil aus ihren vom Öl verseuchten Lebensräume Todeszonen wurden.

„Zeitalter des Erdöls muss enden.“, appelliert Greenpeace im Zusammenhang mit dem Unglück in China. Welches neue Zeitalter soll denn dann anbrechen? Weiterlesen „Was tun Menschen blos?“

Jeder hat das Recht auf Freude

Meine Tochter ist sehr traurig. Sie leidet und auf die Gründe will ich gar nicht näher eingehen. Morgen gebe ich ein Seminar. Ich habe ihr angeboten mitzukommen, weil ich weiss, wie gut auch ihr das Zusammensein mit den Pferden tut, und das Sein in der Natur. Sie hat also die Wahl. Die eine Möglichkeit ist, hier zu bleiben und zu hoffen, dass sich etwas von Aussen verändert, das ihr Leiden beendet. Die andere Möglichkeit ist, mitzukommen, schon auch ihren Schmerz zu erlauben, allerdings die Hoffnung aufzugeben, welche Stagnation bedeutet … und gleichzeitig, das zu tun, was ihr Freude macht. Sie hat die zweite Möglichkeit gewählt. Sie hat sich entschieden, trotz des Schmerzes, der Freude einen Raum zu öffnen.

Wie ein Mantra hallte dann die ganze Zeit der Satz in mir: „Jeder Mensch hat das Recht auf Freude!“ Ja, ich muss mir das tatsächlich auch immer wieder „vorbeten“. Denn meine inneren Programme sagen da etwas ganz anderes. Weiterlesen „Jeder hat das Recht auf Freude“

Was hat die Zukunft mit dem Hier und Jetzt zu tun?

Gestern habe ich eine Mail von einer alten Schulfreundin bekommen. Ich möchte daraus einige Sätze zitieren, die mich zu diesem Posting inspiriert haben: „ ….. Ich habe mich gerade ein wenig auf deinen Seiten „herumgetrieben“ und war sehr angetan von dem, was du da schreibst.
Vor einiger Zeit habe ich mich gefragt, wie es sich wohl anfühlt, wenn man sich wieder wie ein Kind auf seinen Geburtstag freut. Die vielen vergangenen Geburtstage sind – mehr oder weniger – an mir vorübergegangen, waren einfach nichts Besonderes. Anfang diesen Jahres wurde mir bewusst, dass ich dieses Jahr meinen 50. vor mir hab und war mir sicher, nicht feiern zu wollen.
Was ist daraus geworden? Ein SAGENHAFT schönes Fests mit über 60 Gästen!!!

… Heute Abend, als ich mit meinem Hund die Abendrunde gemacht habe, habe ich die ersten Linden-Blüten gerochen und Glühwürmchen gesehen – du hast vollkommen recht – die Welt IST wunderschön! Und wir brauchen nicht viel, um uns dessen bewusst zu werden, wir müssen es nur zulassen. Allein diesen kleinen Hund vor rund 3 Jahren in mein Leben zu holen, war eine grandiose Idee, seither hat sich für mich vieles verändert. Ich sehe, rieche, fühle Dinge, die ich schon fast vergessen hatte und das sensibilisiert mich für vieles andere.

… Der schwierigste Weg ist ja bekanntlich, der Weg zu sich selbst, hab ich mal gelesen. …“

Ja, das mit der Freude …. Warum tun sich Erwachsene damit nur so ungeheuer schwer? Weiterlesen „Was hat die Zukunft mit dem Hier und Jetzt zu tun?“

Gute Mutter – Schlechte Mutter

Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr ….?

Zumindest ist dies manchmal mein menschliches Gefühl vom Mutter-Sein. Ich glaube nicht, dass eine Stute, so ein Gefühl haben könnte – ein Gefühl, dass sie an sich und ihrer Rolle als Mutter zweifeln liesse. Ich glaube nicht, dass sie sich fragen würde, was sie alles falsch macht oder ob sie als Mutter versagt habe. Ich hingegen frage mich das manchmal – genauso wie alle menschlichen Mütter die ich kenne. Gerade wieder bin ich in so einer Situation. Ich will hier nicht über die Umstände dieser Situation schreiben, sondern darüber wie es mir damit geht – über den Herzschmerz, den mir das bereitet.

Ich liebe meine Kinder über alles und doch mache ich Fehler, weiss manchmal nicht, was das Beste für sie ist. Manchmal weiss ich es sogar und ignoriere dieses innere Wissen, handle wider dieses bessere Wissen, weil ich anderen inneren oder äußeren Stimmen folge. In diesem gegenwärtigen Schmerz kommen sehr viele Ängste hoch: dass ich alles falsch gemacht habe, dass meine Kinder ihren Weg nicht finden, dass sie mich nicht mehr lieben, dass sie mich verurteilen, dass mich alle verurteilen …. die Rabenmutter, die Versagerin, die Zerstörerin, die die es nicht verdient hat, die die es nicht wert ist, geliebt zu werden…. Weiterlesen „Gute Mutter – Schlechte Mutter“

Hell und dunkel – gut und böse

Dualität bestimmt unser menschliches Denken und unsere menschliche Wahrnehmung. Jedes Kind bekommt von klein auf eingetrichtert, was gut und was böse sei. Eigentlich weiss jeder Mensch, wenn er auf die Welt kommt, genau, was gut ist im Sinne von dienlich – und auch was nicht dienlich ist, sowohl für den Einzelnen aus auch für das Gemeinwohl. Es ist einfach eine angeborene, gesunde Grundeinstellung, die auch Tieren habe. Tiere stellen das nicht in Frage und leben einfach so, wie es für sie selbst und ihre Umgebung, welche ihre Lebensgrundlage ist, gut ist. Menschen verschieben, ja verdrehen, diese gesunde Grundeinstellung durch Erziehung, Kultur, Religion. Ich will hier einige Beispiele geben.

Das Kind schreit in der Nacht, wenn es Nähe sucht. Die Eltern sind aufgrund ihrer eigenen Erziehung so verunsichert, dass sie meistens nicht in ihrem Herzen spüren, was der Grund des Weinens ist und was demnach die richtige Handlung wäre. Ich selbst habe zwei Kinder. Mein Sohn ist heute 19 Jahre alt. Er hat viel geschrien als Baby – besonders in der Nacht. Irgendwo in meinem Inneren wusste ich, dass er einfach nur Nähe sucht. Die menschlichen „Ratgeber“ und die Bücher jedoch sagten, dass ich ihn zu sehr verwöhnen würde, wenn ich ihm zuviel Aufmerksamkeit geben oder ihn gar ins elterliche Bett holen würde. Sie gaben mir auch Anleitungen, wie ich es fertig bringe ihn zu „beugen“. Ich lies ihn schreien, gab ihm zwischendurch „Sicherheit“, indem ich rief, dass ich noch da bin oder zu ihm ging – allerdings in immer grösseren Abständen, wie es die Bücher rieten. Irgendwann hat er aufgegeben. Heute schmerzt mein Herz, wenn ich das schreibe und ich habe Tränen in den Augen. Damals habe ich nicht auf mein Herz gehört, habe mich verunsichern lassen durch Verhaltensmassregeln, Rat-SCHLÄGE … meine Güte, was für ein Wort (!). Tipps geprägt von kulturellen Glaubenssätzen – doch die Kultur stellt man normalerweise nicht in Frage. Weiterlesen „Hell und dunkel – gut und böse“