Gemeinsam für die Erde

In meinem letzten Posting „Friends of the earth“ schrieb ich über Nnimmo Bassey. Im Nachhinein war ich doch unsicher, ob der Eindruck, den ich von ihm hatte und dort beschrieb, überhaupt stimmt, da ich ja nur ein Interview gelesen hatte. Das was ich beschrieben habe, kam ja „nur“ gefühlsmässig bei mir an. Also suchte ich im Internet nach Videos, denn immerhin ist es noch mal anders jemand zu sehen und zu hören. Unter anderem fand ich eine Videoaufnahme vom Earth Day in Cochabamba, dem alternativen Klimagipfel im April 2010. Diese konnten mir nicht nur mein Gefühl eindrucksvoll bestätigen, sondern brachte auch die Sehnsucht zum Ausdruck, die ich in meinem vorletzten Posting „(Gem)einsam“ beschrieben habe.

Aber schauen, hören, fühlen Sie selbst: Weiterlesen „Gemeinsam für die Erde“

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(Gem)einsam

In den letzten Tage sind in mir zwei Gefühle sehr präsent: Einsamkeit und gleichzeitig meine Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach echter, wirklicher Gemeinschaft, wie sie mir unter Menschen selten begegnet und unter Pferden so selbstverständlich ist.

Wer fühlt sich nicht bisweilen einsam, alleine, abgeschnitten? Abgeschnitten von allem und auch von sich selbst? Wen machen nicht oft Ängste klein und eng und rufen auf zum Kampf? Also was tun? Wie damit umgehen? Weiterlesen „(Gem)einsam“

Die Weisheit der Kinder – 2

Gestern habe ich über die Eskalation der Ölkatastrophen geschrieben. Wie wir Menschen damit umgehen, mutet teils diletantisch, teils einfach ignorant an. Wir brauchen dringen Lösungen! Lösungen, die die Zerstörung unseres Planeten stoppen. Lösungen, die nachhaltig und gesund sind. Ich habe gestern auch einen Text von Renate Schönleber zitiert, der mich sehr bewegt hat und das auch immer noch tut. Er wirkte nach und erinnerte mich an das Grimm-Märchen „Der süsse Brei“. Und damit war ich wieder bei einem Thema, das mich auch sehr bewegt: Die Weisheit der Kinder, über die ich bereits geschrieben habe: https://philali.wordpress.com/2010/07/20/was-tun-menschen-blos/ Vielleicht sollten wir unsere Kinder nach Lösungen fragen?!

Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Weiterlesen „Die Weisheit der Kinder – 2“

Fussball-Fans oder: Die Sehnsucht nach dem WIR und nach dem Leben

Ich sitze in einem Konstanzer Eiscafé auf der Markstätte, die ich als energetische Hauptschlagader dieser Stadt empfinde. Hier fliesst, nach meinem Empfinden, dieser Storm der kraftvollen männlichen Energie des Tuns, des Schaffens, des Krieges und der Wirtschaft bis hinunter zur Imperia. Heute strömt ein besonderer Fluss durch diese Ader. Ich höre Tröten, Gesang, Gegröle, ab und zu auch klirrende Scherben einer Flasche. Ich sehe Menschen, die in schwarz-rot-goldene Fahnen gekleidet sind und sich ebensolche Farben ins Gesicht gemalt haben. Ich sehe seltsame Kopfbedeckungen, die diese Menschen im „wirklichen Leben“ niemals tragen würden. Menschen begegnen sich, erkennen einander als Fans, reissen die Arme hoch und freuen sich gemeinsam. Wildfremde Menschen fallen einander in die Arme.

Fussball heisst der Gott, der diese Menschen heute antreibt – Deutschland hat in dem Viertelfinale der Weltmeisterschaft 4:0 gewonnen. Nun könnte ich mich angesichts solcher Szenen kritisch äussern über menschliche Merkwürdigkeiten und Gruppenphänomene. Doch ich ziehe es vor, über die Sehnsucht zu schreiben – über die Sehnsucht der Menschen, die ich hier hinter dem Ganzen spüre. Weiterlesen „Fussball-Fans oder: Die Sehnsucht nach dem WIR und nach dem Leben“

Mangeldenken oder leben und leben lassen

Eine der weisen Verhaltensweisen von Pferden – überhaupt von Tieren – ist, dass sie sich nur das nehmen, was sie zum Leben brauchen. Menschen nehmen mehr als sie brauchen. Warum?

Nach meinem Empfinden tun sie das aus Mangeldenken und Angst. Ich kenne selbst gut den Mangel an Vertrauen – die Angst, morgen nicht genug zu haben. Ich kenne den Mangel an Sinn – die Angst ohne das Wegschauen, die Leere zu spüren. Ich kenne die Bedürftigkeit, dieses Gefühl von Mangel an Liebe – die Angst, ohne Ablenkung den Schmerz zu spüren. Ich kenne den Mangel an Selbstliebe – die Angst, ohne Prestige oder Anerkennung nichts zu sein. Ich kenne auch den Mangel an Freude – die Angst ohne Ersatzbefriedigung, die Selbstzerstörung zu erkennen. Weiterlesen „Mangeldenken oder leben und leben lassen“