Nie mehr Müll? Cradle to Cradle – eine industrielle Revolution

Ich schreibe über Themen, die mich bewegen – manchmal über Dinge, die mich bestürzen, manchmal über Dinge, die mich begeistern. Mein Anliegen ist dabei, einen Beitrag zu Bewusstheit und Entwicklung zu leisten. Nicht immer habe ich eine Lösung parat, wenn ich auf Missstände aufmerksam machen will. Eher denke ich, die Lösungen entwickeln sich aus uns selbst, wenn wir uns bewusst werden, wo wir Veränderung suchen und gleichzeitig den Fokus in die Zukunft richten und eine Vision entwickeln.

Visionen, die andere Menschen entwickelt haben, sind oft ansteckend und anregend. Eine Vision, die mich begeistert, will ich heute präsentieren. Weiterlesen „Nie mehr Müll? Cradle to Cradle – eine industrielle Revolution“

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Gemeinsam für die Erde

In meinem letzten Posting „Friends of the earth“ schrieb ich über Nnimmo Bassey. Im Nachhinein war ich doch unsicher, ob der Eindruck, den ich von ihm hatte und dort beschrieb, überhaupt stimmt, da ich ja nur ein Interview gelesen hatte. Das was ich beschrieben habe, kam ja „nur“ gefühlsmässig bei mir an. Also suchte ich im Internet nach Videos, denn immerhin ist es noch mal anders jemand zu sehen und zu hören. Unter anderem fand ich eine Videoaufnahme vom Earth Day in Cochabamba, dem alternativen Klimagipfel im April 2010. Diese konnten mir nicht nur mein Gefühl eindrucksvoll bestätigen, sondern brachte auch die Sehnsucht zum Ausdruck, die ich in meinem vorletzten Posting „(Gem)einsam“ beschrieben habe.

Aber schauen, hören, fühlen Sie selbst: Weiterlesen „Gemeinsam für die Erde“

(Gem)einsam

In den letzten Tage sind in mir zwei Gefühle sehr präsent: Einsamkeit und gleichzeitig meine Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach echter, wirklicher Gemeinschaft, wie sie mir unter Menschen selten begegnet und unter Pferden so selbstverständlich ist.

Wer fühlt sich nicht bisweilen einsam, alleine, abgeschnitten? Abgeschnitten von allem und auch von sich selbst? Wen machen nicht oft Ängste klein und eng und rufen auf zum Kampf? Also was tun? Wie damit umgehen? Weiterlesen „(Gem)einsam“

Was tun Menschen blos?

Schon wieder eine Ölpest, diesmal in China. Der Tagesanzeiger spricht von der «möglicherweise grössten Öl-Katastrophe in der Geschichte Chinas». Im Golf von Mexiko scheint es schon wieder ein neues Leck zu geben und BP riskiert die nächste Tiefenbohrung vor der libyschen Küste, wie in der Zeit zu lesen ist. Der wahnsinnige Run geht weiter. Die FAZ berichtet, dass China immer aggressiver nach Öl und Gas sucht und die TAZ schreibt über das Gerangel nach Profit ohne Rücksicht auf Verluste, das auch in Afrika im Gange ist. Derweil gibt es jede Menge vergessene Öl-Lecks, die munter vor sich hinsprudeln. Der Spiegel berichtet: „Um die Folgen dieser chronischen Umweltvergiftung zu besichtigen, müsse man nicht erst nach Westafrika in das berühmt-berüchtigte Nigerdelta fahren, wo auslaufendes Öl seit Jahrzehnten das einst fruchtbare Land zerstört. Im kanadischen Alberta, wo sämtliche Big Player der Ölindustrie aktiv sind, sind durch den Abbau der Ölsande riesige Giftseen und tote Flächen entstanden. In Westsibirien laufen jährlich laut Schätzungen von Umweltorganisationen mehr als 600.000 Barrel Öl aus dem maroden Pipeline-Netz aus,..“

Die Leidtragenden sind die Erde, die an allen Ecken ausgebeutet wird, das Meer und seine Bewohner, die Menschen, die in den verseuchten Gebieten leben und letzten Endes wir alle, denn Alles hängt mit Allem zusammen – energetisch und auch ganz materiell. Wer hätte noch nie von der Nahrungskette gehört? Wer wüsste nicht, dass das Sterben der Ozeane unabsehbare Folgen hat? Wer habe nichts gehört von den Flüchtlingsströmen der Menschen aus Afrika oder Südamerika, die ihre Heimat verlassen müssen, unter Anderem weil aus ihren vom Öl verseuchten Lebensräume Todeszonen wurden.

„Zeitalter des Erdöls muss enden.“, appelliert Greenpeace im Zusammenhang mit dem Unglück in China. Welches neue Zeitalter soll denn dann anbrechen? Weiterlesen „Was tun Menschen blos?“

Als der Glanz aus seinen Augen verschwand … oder: Brauchen wir ÜBERkulturelle Kompetenz?

Heute habe ich mit einer Frau gesprochen, die mir ihr Erleben in der Firma geschildert hat, in der sie HR-Managerin war. Sie schilderte mir auch, wie dort mit einem Mitarbeiter umgegangen wurde und sagte: „…. in dem Moment sah ich, wie der Glanz aus seinen Augen verschwand.“ Dieser Satz hat mich sehr berührt. Zum einen hat es mich berührt, dass diese Frau so etwas überhaupt bewusst wahrnimmt. Wer bemerkt so etwas schon in unserer Gesellschaft? Allerdings ist sie in einer anderen Kultur aufgewachsen, in einer Kultur in der Emotionalität noch selbstverständlicher und auch geschätzter ist. Sie weiss auch, was Bauchgefühl ist. Die meisten Bäuche in unserer Kultur sind als Gefühlszentrum völlig verschlossen – zugestopft mit allen möglichen Verhaltensmustern, mit weg gesperrten Gefühlen, mit runter geschluckten Verletzungen. Im Laufe des Gesprächs war ich auch überrascht, wie sie darüber sprach, wie sich Konflikte und Auseinandersetzungen in der jüngsten Vergangenheit auf ihren Körper ausgewirkt haben – wie ihr hier der Rücken brannte und dort der Bauch weh tat. Weiterlesen „Als der Glanz aus seinen Augen verschwand … oder: Brauchen wir ÜBERkulturelle Kompetenz?“

Aus-Zeit! oder: Was wäre wenn?

Heute morgen hatte ich eine ungeheuerliche Vorstellung …

Mit meiner Horse-Wisdom-Arbeit biete ich Menschen gewissermassen eine Aus-Zeit an. Es geht dabei darum, wieder spüren zu lernen – im Hier und Jetzt – damit das Leben und Entscheidungen wieder eine solide, ganzheitliche und gesunde Basis bekommen können. Der Gedanke war nun: Was wenn wir wirklich Aus-Zeit hätten? Das heisst, wenn wir das Raum-Zeit-Kontinuum verlassen, von dem schon lange viele Menschen (nicht nur Einstein) sagen, dass es sowieso eine Illusion sei?

Was wäre, wenn es nur das Hier und Jetzt gäbe? Weiterlesen „Aus-Zeit! oder: Was wäre wenn?“

Hell und dunkel – gut und böse

Dualität bestimmt unser menschliches Denken und unsere menschliche Wahrnehmung. Jedes Kind bekommt von klein auf eingetrichtert, was gut und was böse sei. Eigentlich weiss jeder Mensch, wenn er auf die Welt kommt, genau, was gut ist im Sinne von dienlich – und auch was nicht dienlich ist, sowohl für den Einzelnen aus auch für das Gemeinwohl. Es ist einfach eine angeborene, gesunde Grundeinstellung, die auch Tieren habe. Tiere stellen das nicht in Frage und leben einfach so, wie es für sie selbst und ihre Umgebung, welche ihre Lebensgrundlage ist, gut ist. Menschen verschieben, ja verdrehen, diese gesunde Grundeinstellung durch Erziehung, Kultur, Religion. Ich will hier einige Beispiele geben.

Das Kind schreit in der Nacht, wenn es Nähe sucht. Die Eltern sind aufgrund ihrer eigenen Erziehung so verunsichert, dass sie meistens nicht in ihrem Herzen spüren, was der Grund des Weinens ist und was demnach die richtige Handlung wäre. Ich selbst habe zwei Kinder. Mein Sohn ist heute 19 Jahre alt. Er hat viel geschrien als Baby – besonders in der Nacht. Irgendwo in meinem Inneren wusste ich, dass er einfach nur Nähe sucht. Die menschlichen „Ratgeber“ und die Bücher jedoch sagten, dass ich ihn zu sehr verwöhnen würde, wenn ich ihm zuviel Aufmerksamkeit geben oder ihn gar ins elterliche Bett holen würde. Sie gaben mir auch Anleitungen, wie ich es fertig bringe ihn zu „beugen“. Ich lies ihn schreien, gab ihm zwischendurch „Sicherheit“, indem ich rief, dass ich noch da bin oder zu ihm ging – allerdings in immer grösseren Abständen, wie es die Bücher rieten. Irgendwann hat er aufgegeben. Heute schmerzt mein Herz, wenn ich das schreibe und ich habe Tränen in den Augen. Damals habe ich nicht auf mein Herz gehört, habe mich verunsichern lassen durch Verhaltensmassregeln, Rat-SCHLÄGE … meine Güte, was für ein Wort (!). Tipps geprägt von kulturellen Glaubenssätzen – doch die Kultur stellt man normalerweise nicht in Frage. Weiterlesen „Hell und dunkel – gut und böse“

Angst essen Seele auf

„Angst essen Seele auf“. Seit einigen Tagen begleitet mich innerlich der Titel des Films von Rainer Werner Fassbinder.

Heute hat meine Tochter eine Aufnahmeprüfung für eine Ausbildung. Heute Morgen war der praktische Teil – gerade läuft die schriftliche Prüfung. In der Pause kam sie total deprimiert nach Hause und wollte gar nicht mehr gehen. Sie sagte, dass sie alles vermasselt habe. Sie sagte, ihre Hände haben gezittert, sie konnte die Arbeit nicht mit der gebotenen Sorgfalt ausführen. Die Maschine an der sie gearbeitet hat lief schneller als sie das wollte und sie wusste gar nicht warum. Sie hatte Tränen in den Augen und war voller Verzweiflung. Sie sagte, eigentlich brauche sie ja zum zweiten Teil gar nicht mehr hinzugehen.

Ich spürte ihre Angst, nach dem Abschluss der mittleren Reife den Weg nicht zu finden, der sie weiter führt. Ich sagte ihr, dass sich etwas finden werde, was für sie stimmt. Doch ich spürte, dass meine Worte hier allenfalls beschwichtigen können. Beschwichtigen heisst, dass Gefühle wie Giftmüllfässer im inneren Meer versenkt werden – sie lösen sich dadurch aber nicht auf. Also fragte ich mich: was braucht es jetzt? Weiterlesen „Angst essen Seele auf“

Die Weisheit der Menschen? Über IQ, EQ und SQ!

Menschen haben einen höheren IQ als Tiere – sagen Menschen.

Dann kann  IQ wohl nicht der einzige Massstab für Intelligenz sein. Denn Menschen sind meines Wissens die einzige Spezies auf diesem Planeten, die ihre Umgebung systematisch zerstört, die sich untereinander ohne Not bekämpft, tötet, ausrottet, versklavt. Menschen sind meines Wissens die einzigen Lebewesen auf der Erde, die sich im Allgemeinen nicht bewusst sind, dass sie ein Teil des grossen Ganzen sind, welches sie selbst immer mehr aus dem Gleichgewicht bringen. Das finde ich nicht gerade intelligent.

Menschen wissen zwar, dass ihre ganzen Systeme – die wirtschaftlichen, die sozialen, die politischen – in immer neuen Krisen stecken. Sie wissen zwar, dass Wenige auf Kosten von Vielen leben, dass sie diese Vielen ausbluten, bis irgendwann nichts mehr übrig bleibt. Sie wissen auch, dass sie ihre natürliche Umwelt immer weiter ausbeuten und ruinieren bis der vollständige Kollaps der Öko-Systeme droht. Dies alles wissen sie und sie machen dennoch einfach so weiter. Wenige versuchen die Selbstzerstörung aufzuhalten. Viele bevorzugen es wegzusehen, sich zu betäuben, sich zu beruhigen, so zu tun, als sei ja alles gar nicht so schlimm. Sollte das ein Zeichen von Intelligenz sein?

Pferde verhalten sich da bei Weitem intelligenter – ebenso wie alle Tiere. Ich sehe das jedenfalls so. Man kann also zu dem Schluss kommen, dass der IQ nicht der einzige Massstab ist. Weiterlesen „Die Weisheit der Menschen? Über IQ, EQ und SQ!“