Friends of the earth

Friends of the earth, Freunde der Erde, das sind Pferde zweifellos und auch alle anderen Tiere und Pflanzen auf diesem Planeten. Und die Menschen? Die meisten Menschen verhalten sich nicht wirklich wie Freunde dieser Erde, die sie nährt. Schon mehrfach habe ich darüber geschrieben und seit einigen Tagen frage ich mich, ob das überhaupt sinnvoll ist. Wollen Menschen das lesen? Schon wieder dieses „Negative“? Wollen sie nicht eine positive Sicht der Dinge? Wie schaffe ich dieses Spagat – zum Hinschauen animieren auf der einen Seite und dennoch positiv sein ohne zu beschönigen?

Antworten lieferte mir ein Interview mit dem Nigerianer Nnimmo Bassey, Präsident der internationalen Umweltorganisation «Friends of the Earth». Die Ölpest, die seit Jahrzehnten Nigeria verseucht, ist für mich nichts Neues. Doch aus der persönlichen Sicht dieses Mannes, auch über die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge zu lesen, das hat mich eben sehr bewegt hat.. Und besonders nachdenklich machte mich die Art und Weise, mit der dieser Mensch, mit diesem Thema und seiner persönlichen Betroffenheit damit umgeht. Weiterlesen „Friends of the earth“

Advertisements

Was tun Menschen blos?

Schon wieder eine Ölpest, diesmal in China. Der Tagesanzeiger spricht von der «möglicherweise grössten Öl-Katastrophe in der Geschichte Chinas». Im Golf von Mexiko scheint es schon wieder ein neues Leck zu geben und BP riskiert die nächste Tiefenbohrung vor der libyschen Küste, wie in der Zeit zu lesen ist. Der wahnsinnige Run geht weiter. Die FAZ berichtet, dass China immer aggressiver nach Öl und Gas sucht und die TAZ schreibt über das Gerangel nach Profit ohne Rücksicht auf Verluste, das auch in Afrika im Gange ist. Derweil gibt es jede Menge vergessene Öl-Lecks, die munter vor sich hinsprudeln. Der Spiegel berichtet: „Um die Folgen dieser chronischen Umweltvergiftung zu besichtigen, müsse man nicht erst nach Westafrika in das berühmt-berüchtigte Nigerdelta fahren, wo auslaufendes Öl seit Jahrzehnten das einst fruchtbare Land zerstört. Im kanadischen Alberta, wo sämtliche Big Player der Ölindustrie aktiv sind, sind durch den Abbau der Ölsande riesige Giftseen und tote Flächen entstanden. In Westsibirien laufen jährlich laut Schätzungen von Umweltorganisationen mehr als 600.000 Barrel Öl aus dem maroden Pipeline-Netz aus,..“

Die Leidtragenden sind die Erde, die an allen Ecken ausgebeutet wird, das Meer und seine Bewohner, die Menschen, die in den verseuchten Gebieten leben und letzten Endes wir alle, denn Alles hängt mit Allem zusammen – energetisch und auch ganz materiell. Wer hätte noch nie von der Nahrungskette gehört? Wer wüsste nicht, dass das Sterben der Ozeane unabsehbare Folgen hat? Wer habe nichts gehört von den Flüchtlingsströmen der Menschen aus Afrika oder Südamerika, die ihre Heimat verlassen müssen, unter Anderem weil aus ihren vom Öl verseuchten Lebensräume Todeszonen wurden.

„Zeitalter des Erdöls muss enden.“, appelliert Greenpeace im Zusammenhang mit dem Unglück in China. Welches neue Zeitalter soll denn dann anbrechen? Weiterlesen „Was tun Menschen blos?“