(Gem)einsam

In den letzten Tage sind in mir zwei Gefühle sehr präsent: Einsamkeit und gleichzeitig meine Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach echter, wirklicher Gemeinschaft, wie sie mir unter Menschen selten begegnet und unter Pferden so selbstverständlich ist.

Wer fühlt sich nicht bisweilen einsam, alleine, abgeschnitten? Abgeschnitten von allem und auch von sich selbst? Wen machen nicht oft Ängste klein und eng und rufen auf zum Kampf? Also was tun? Wie damit umgehen? Weiterlesen „(Gem)einsam“

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Auferstehung

Ostern. Menschen haben Feiertage. Menschen haben Religionen. Christen beten einen an, den sie vor zweitausend Jahren ans Kreuz genagelt haben – sagt man. Sie beten das Kreuz an, an dem er hängt, leidend, schmerzvoll, gemartert. Warum beten sie dieses Leiden an? Er sei für sie gestorben, sagen sie. Doch hat er nicht auch soviel Weisheit verkündet? Hat er nicht Menschen empfangen, Kinder, Kranke, von der Gesellschaft Verachtete, alle … ohne Urteil, ohne Arroganz? Warum beten sie nicht diesen an? Den mit den ausgebreiteten Armen

Das Kreuz, der Balken an dem sie seit zweitausend Jahren das Leiden Christi manifestiert haben, schneidet mitten durchs Herz. Der Balken trennt Unterleib und Kopf, trennt Fühlen und Denken. Überall stellen und hängen sie die Kreuze auf, um sich an das Leiden zu erinnern. Sie sprechen von Schuld und Sünde. Sie verurteilen – auch sich selbst. Sie vergessen darüber oft, dass das Leben zum Leben gedacht ist. Vielleicht können sie nicht anders, weil der Balken mitten durch ihr Herz geht. Auch dieser Balken trennt.

Menschen gehen oft so gebeugt, ihre Schultern sind so verspannt. Ihr Rücken ist oft gekrümmt. Kommt das, weil sie ihr Kreuz tragen? Sie sagen auch „Kreuzschmerzen“. Selbst ihre Lieder sind voller Leiden und Schmerz. Manche glauben an das Leben nach dem Tod. Und was ist mit dem Leben vor dem Tod?

Morgen ist Ostersonntag. Der Tag der Auferstehung des Herrn. Wird er, ihr Christus endlich, wahrhaftig, auferstehen? In den Menschen selbst? Ist es das, worauf sie schon so lange warten? Werden die Nägel des Leidens in diesem Balken sich auflösen? Wird er vom Kreuz steigen, die Dornenkrone abnehmen, das Blut wegwischen und lachend, voller Freude, die Arme ausbreiten und das Leben begrüssen?

Auferstehung! Endlich! Werden Menschen bemerken, dass sie das Kreuz nicht mehr zu tragen brauchen? Werden sie ihre Wahlfreiheit nutzen – für ihre Auferstehung im und zum Leben?

Sie brauchen doch nicht einmal etwas zu tun! Nur erlauben! Die Arme ausbreiten und das Leben selbst begrüssen! Es wäre eine Wohltat für alle auf diesem Planeten. Dann ist das Paradies auf Erden.